Ein guter Laufschuh muss nicht maximal schnell oder extrem weich sein, um im Training zu überzeugen. Der adidas Supernova Rise 3 richtet sich an Läuferinnen und Läufer, die einen komfortablen Daily Trainer für Straße, Asphalt und feste Schotterwege suchen. Ich zeige, was sich gegenüber dem Vorgänger verändert hat, wie sich die dritte Generation einordnet und für wen sich der Kauf im Jahr 2026 wirklich lohnt.
Die dritte Generation ist ein komfortabler Straßen-Daily-Trainer
- Einsatzbereich: lockere Läufe, lange Trainingsläufe und tägliche Kilometer auf befestigtem Untergrund
- Dämpfung: durchgehender Dreamstrike+-Schaum, laut adidas rund 20 Prozent weicher als beim Vorgänger
- Sprengung: etwa 8 Millimeter bei ungefähr 37 Millimetern Fersen- und 29 Millimetern Vorfußhöhe
- Gewicht: rund 265 bis 272 Gramm, abhängig von Größe und Messmethode
- Preis: Der deutsche adidas-Shop führt das Modell aktuell für 150 Euro

Was den Supernova Rise 3 im Alltag auszeichnet
Die Supernova-Rise-Reihe gehört nicht zu den Wettkampfschuhen von adidas, sondern zur Kategorie der neutralen Trainingsschuhe. Genau darin liegt ihre Stärke. Ich sehe das Modell vor allem als unkomplizierten Begleiter für Läufer, die zwischen 5 und 20 Kilometern unterwegs sind und nicht bei jedem Lauf über die Schuhwahl nachdenken möchten.
Die dritte Generation setzt auf eine breitere Standfläche und eine weichere, durchgehende Zwischensohle. Das sorgt für ein ruhiges und stabiles Laufgefühl, auch wenn die Technik gegen Ende eines langen Laufs nachlässt. Der Schuh fühlt sich dabei nicht schwammig an, bietet aber auch nicht den explosiven Rückprall eines leichten Tempo- oder Carbonmodells.
Für mich ist das ein wichtiger Unterschied. Viele moderne Laufschuhe versprechen maximale Energie, sind dadurch aber anspruchsvoller und weniger entspannt. Der Rise 3 nimmt sich etwas zurück und funktioniert gerade deshalb gut bei lockeren Dauerläufen, Regenerationseinheiten und dem täglichen Weg durch die Stadt.
Technik und wichtigste Daten im Überblick
| Merkmal | Einordnung |
|---|---|
| Schuhtyp | Neutraler Daily Trainer für die Straße |
| Zwischensohle | Durchgehender Dreamstrike+-Schaum auf PEBA-Basis |
| Sprengung | 8 Millimeter |
| Sohlenhöhe | Ungefähr 37 Millimeter an der Ferse und 29 Millimeter im Vorfuß |
| Gewicht | Etwa 265 bis 272 Gramm pro Schuh, je nach Größe |
| Platte | Keine Carbon- oder Nylonplatte |
| Außensohle | Lighttraxion-Gummi mit großzügiger Abdeckung |
| Preis in Deutschland | 150 Euro zum regulären Verkaufsstart beziehungsweise im adidas-Shop |
Dreamstrike+ ist ein PEBA-basierter Schaum. PEBA wird auch in vielen leistungsorientierten Laufschuhen eingesetzt, hier ist die Abstimmung jedoch stärker auf Komfort, Haltbarkeit und Kontrolle ausgelegt. Der Rise 3 ist deshalb kein verkappter Rennschuh, sondern ein verlässlicher Trainingspartner mit moderater Dynamik.
Die neue Lighttraxion-Außensohle gehört zu den gelungensten Änderungen. Sie bietet auf trockenem Asphalt viel Grip und wirkt auch auf nassem Beton überzeugender als die Außensohle der früheren Generationen. Auf schlammigen Trails, nassem Fels oder losem Geröll ersetzt sie trotzdem keinen echten Trailrunning-Schuh.
Wie läuft sich die dritte Generation
Das Laufgefühl lässt sich am besten als weich, kontrolliert und leicht rockerartig beschreiben. Ein Rocker ist eine nach vorn ansteigende Sohlengeometrie, die den Fuß beim Abrollen unterstützt. Beim Rise 3 fällt diese Unterstützung spürbar, aber nicht aggressiv aus.
Bei langsamem bis mittlerem Tempo arbeitet die Dämpfung angenehm gleichmäßig. Besonders auf hartem Untergrund wie Asphalt oder Beton werden die Schritte gut abgefedert. Ich würde ihn deshalb Läufern empfehlen, die nach einem langen Arbeitstag noch eine entspannte Runde drehen möchten und dabei keinen harten, direkten Schuh unter den Füßen suchen.
Mit zunehmendem Tempo zeigt sich allerdings die Grenze des Konzepts. Für Intervalle, schnelle Tempodauerläufe oder einen Wettkampf fehlt etwas Leichtigkeit und Vortrieb. Ein Gewicht um 270 Gramm ist für einen komfortablen Alltagsschuh absolut akzeptabel, im direkten Vergleich mit modernen Lightweight-Trainern aber spürbar.
Auch bei langen Läufen ist die Passform entscheidend. Die Plattform steht stabil, doch der Vorfuß bietet nicht die üppige Dämpfung eines maximal aufgebauten Modells. Wer bei 25 oder 30 Kilometern besonders viel Schutz unter dem Ballen benötigt, sollte den Schuh vorher ausgiebig testen.
Passform, Größe und Alltagstauglichkeit
Die Länge fällt nach den verfügbaren Angaben normal aus. In den meisten Fällen passt die gewohnte adidas-Laufgröße. Für lange Läufe sollte vor den Zehen trotzdem etwa eine Daumenbreite Platz bleiben, weil Füße bei Belastung und Wärme anschwellen.
Der Vorfuß ist relativ entgegenkommend, während der Bereich um das Fußgewölbe enger sitzen kann. Läufer mit hohem Spann oder ausgeprägtem Bedürfnis nach viel Volumen sollten den Schuh deshalb nicht blind bestellen. Eine kurze Anprobe mit den eigenen Laufsocken ist hier sinnvoller als die pauschale Wahl einer größeren Größe.
Das überarbeitete Primeweave-Obermaterial soll komfortabler und atmungsaktiver sein als bei den Vorgängern. Ich würde dennoch nicht erwarten, dass der Schuh an besonders heißen Sommertagen so luftig wirkt wie ein minimalistischer Mesh-Trainer. Dafür vermittelt das Obermaterial einen sicheren Halt, was bei langen Läufen und wechselndem Tempo angenehm ist.
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Für welche Untergründe er geeignet ist
- Sehr gut: Asphalt, Radwege, Beton und gepflegte Parkwege
- Gut: feste Schotterwege und trockene Waldwege
- Eingeschränkt: nasse Wiesen, tiefer Schotter und einfache Waldpassagen mit vielen Wurzeln
- Nicht empfehlenswert: technische Trails, steile Geröllfelder und alpines Gelände
Für Trailrunningzone-Leser ist diese Abgrenzung besonders wichtig. Der Schuh kann den Zustieg zum Wald oder eine flache Forststraße problemlos bewältigen, seine Konstruktion ist aber klar auf befestigte Laufstrecken ausgelegt.
Rise 3 oder Rise 2 und andere Modelle
Gegenüber dem Rise 2 fällt die dritte Generation vor allem durch die weichere Abstimmung, die breitere Plattform und die überarbeitete Außensohle auf. Der Unterschied ist kein kompletter Neustart, sondern eine gezielte Weiterentwicklung. Wer den Vorgänger bereits besitzt und mit ihm zufrieden ist, muss nicht zwingend wechseln.
| Modell | Stärken | Weniger geeignet für |
|---|---|---|
| Supernova Rise 3 | Komfort, Grip, stabile Plattform, tägliches Training | Schnelle Intervalle und Wettkämpfe |
| Supernova Rise 2 | Etwas direkteres Laufgefühl, oft günstiger im Abverkauf | Läufer, die eine weichere Abstimmung suchen |
| Adizero Evo SL | Mehr Dynamik und geringeres Gewicht | Sehr langsame Läufe und maximale Stabilität |
| Supernova Prima | Mehr Dämpfung und Schutz bei langen Läufen | Läufer, die einen kompakteren Schuh bevorzugen |
Mein praktischer Rat lautet deshalb nicht automatisch, die neueste Version zu kaufen. Ist der Rise 2 deutlich reduziert und passt er gut, kann er das bessere Preis-Leistungs-Angebot sein. Der Rise 3 lohnt sich vor allem dann, wenn mehr Weichheit, bessere Traktion und ein ruhigeres Abrollen den Aufpreis rechtfertigen.
Für wen sich der Kauf im Jahr 2026 lohnt
Der adidas Supernova Rise 3 passt zu Einsteigern, Wiedereinsteigern und erfahrenen Läufern, die einen unkomplizierten Schuh für lockere Kilometer suchen. Auch als zweites Paar in einer Rotation funktioniert er gut, etwa neben einem schnellen Trainer für Intervalle oder einem robusteren Schuh für anspruchsvollere Waldwege.
Weniger passend ist er für Läufer, die bei jedem Tempo ein federndes, aggressives Gefühl erwarten. Auch bei deutlicher Überpronation oder speziellen orthopädischen Anforderungen sollte die neutrale Konstruktion nicht mit einem Stabilschuh verwechselt werden. Die breite Plattform gibt Halt, ersetzt aber keine individuelle Bewegungsanalyse.
Unterm Strich ist die dritte Generation ein solider und vielseitiger Daily Trainer. Ich würde ihn besonders dann wählen, wenn Komfort und zuverlässiger Grip wichtiger sind als maximale Geschwindigkeit. Für Straße und feste Wege ist das ein stimmiges Gesamtpaket, für technische Trails bleibt ein echter Trailrunning-Schuh die bessere Wahl.
Die sinnvollste Einsatzstrategie für den Rise 3
Wer den Schuh kauft, sollte ihn zunächst bei zwei oder drei lockeren Läufen zwischen 30 und 60 Minuten eintragen. So lässt sich prüfen, ob der Bereich am Fußgewölbe wirklich bequem sitzt und ob die Dämpfung zum eigenen Laufstil passt.
Am meisten holt man aus dem Modell heraus, wenn es für ruhige Dauerläufe, Erholung und normale Trainingskilometer eingesetzt wird. Für schnelle Einheiten oder Wettkämpfe würde ich später ein leichteres und reaktionsfreudigeres Paar ergänzen. Genau als verlässliche Basis einer kleinen Laufschuhrotation spielt der Rise 3 seine Stärken am überzeugendsten aus.