Cloudmonster 2 Test - Dein Laufschuh für Komfort & Vortrieb?

Ein weißer Laufschuh mit orangefarbenen Akzenten, der Cloudmonster 2 Herren, schwebt vor einem sanften Farbverlauf.

Geschrieben von

Alois Krebs

Veröffentlicht am

16. Apr. 2026

Inhaltsverzeichnis

Der Cloudmonster 2 für Herren ist ein Max-Cushioning-Laufschuh für Asphalt, lange Distanzen und Läufe, bei denen Komfort nicht weich, sondern vorwärtsorientiert wirken soll. Entscheidend sind dabei nicht nur die auffällige Sohle und die große CloudTec®, sondern auch Passform, Gewicht und die Frage, ob du einen Kilometer-Sammler oder einen dynamischen Trainingsschuh suchst. Genau das ordne ich hier ein: wofür das Modell gemacht ist, wie es sich am Fuß anfühlt und wann ich eher zu einer Alternative greifen würde.

Das musst du vor dem Kauf wissen

  • Maximal gedämpfter Straßenlaufschuh mit deutlichem Vorwärtsroll und viel Schutz auf langen Strecken.
  • 6 mm Sprengung und rund 300 g Gewicht pro Schuh machen ihn komfortabel, aber nicht leicht.
  • Monster-CloudTec, Helion-Schaum und Nylon-Speedboard sorgen für Bounce statt plüschiger Weichheit.
  • Besonders interessant für lange Läufe, ruhige bis zügige Trainingskilometer und Läufer, die Dämpfung mögen.
  • On empfiehlt eine halbe Größe kleiner; wer den ersten Cloudmonster kennt, sollte die Passform noch einmal prüfen.
  • Für technische Trails ist er nicht gebaut, dafür fehlen ihm das Profil und der Offroad-Fokus.

Für wen der Schuh wirklich gemacht ist

Ich lese den Cloudmonster 2 nicht als Spezialisten für einen einzigen Einsatzzweck, sondern als Schuh für Läufer, die auf der Straße viel Dämpfung wollen und trotzdem nicht das Gefühl haben möchten, in einem weichen Kissen zu versinken. Genau deshalb passt er gut zu langen Dauerläufen, lockeren Kilometern im Alltag und auch zu Läufern, die bei höherem Körpergewicht oder müden Beinen etwas mehr Schutz unter dem Fuß schätzen.

Am stärksten ist er aus meiner Sicht, wenn du auf Asphalt, Parkwegen oder glatten Radwegen läufst und ein gleichmäßiges, rollendes Laufgefühl suchst. Wer dagegen primär technische Trails, Schlamm oder Wurzeln ansteuert, ist hier schnell falsch unterwegs. Das ist ein Straßenlaufschuh mit viel Charakter, kein Trailmodell mit grobem Grip. Genau dieser Unterschied entscheidet oft darüber, ob ein Kauf später Freude macht oder nur eine teure Fehlentscheidung ist.

Wenn du also vor allem Kilometer sammeln willst und nicht permanent Jagd auf Bestzeiten machst, lohnt sich der Blick. Bevor man die Technik dahinter bewertet, sollte man aber verstehen, warum sich der Schuh überhaupt so eigen anfühlt.

Dunkelblaue Laufschuhe für Herren, Modell Cloudmonster 2, mit weißen Schnürsenkeln und silbernem Logo.

Was das Laufgefühl wirklich bestimmt

Die zentrale Idee hinter dem Modell ist schnell erklärt: viel Dämpfung, spürbarer Vortrieb und eine Geometrie, die den Lauf nach vorn rollt. On setzt hier auf die größte CloudTec, die die Marke bisher in diesem Segment genutzt hat. CloudTec sind die charakteristischen Dämpfungselemente von On, die den Aufprall abfedern und den Abdruck kontrollierter wirken lassen.

Hinzu kommt ein überarbeitetes Speedboard® aus einem Nylon-Mix. Ein Speedboard ist die feste Platte im Mittelsohlenaufbau, die den Abdruck ordnet und den Lauf nach vorn stabilisiert. Zusammen mit dem Helion™-Schaum in zwei Festigkeitsstufen entsteht ein Laufgefühl, das ich nicht als ultrasoft, sondern eher als kontrolliert und energiegeladen beschreiben würde. Die Dämpfung ist da, aber sie arbeitet sichtbar mit dir statt gegen dich.

Wichtig ist auch die abgerundete Sohlengeometrie, also der Rocker. Sie hilft beim Abrollen von der Ferse zu den Zehen und macht es leichter, in einen Rhythmus zu kommen. Gerade bei längeren Läufen ist das ein echter Vorteil, weil der Schuh weniger „stehen bleibt“ und eher mitzieht. Für mich ist das der Punkt, an dem der Cloudmonster 2 aus einem reinen Komfortschuh einen ziemlich eigenständigen Trainingsschuh macht.

Genau an dieser Stelle trennt sich oft die Begeisterung von der Enttäuschung: Wer nur weiche Plüschdämpfung erwartet, wird ihn anders lesen als jemand, der Schutz und Vortrieb gleichzeitig will. Deshalb lohnt sich jetzt der Blick auf die Passform.

Größe, Sitz und Alltagstauglichkeit

Bei der Größe würde ich nicht improvisieren. On empfiehlt für dieses Modell eine halbe Nummer kleiner, und wer den ersten Cloudmonster in seiner gewohnten Größe getragen hat, sollte die zweite Generation besonders aufmerksam anprobieren. Das ist keine Nebensache, denn bei einem maximal gedämpften Schuh entscheidet der Sitz stärker über das gesamte Laufgefühl als bei einem schlichten Daily Trainer.

Die offizielle Sprengung liegt bei 6 mm. Das ist ein sehr brauchbarer Mittelweg: hoch genug, um vielen Fersenläufern entgegenzukommen, aber nicht so extrem, dass der Schuh sofort nach klassischem Stabilitätsmodell wirkt. Mit rund 300 g pro Schuh ist er allerdings klar im Komfortsegment verortet. Wer ein leichtes, schnelles Race-Feeling erwartet, wird das Gewicht spüren.

Die Standard-Schnürung ist unkompliziert und verlässlich, also genau das Richtige, wenn du keinen Sondermechanismus brauchst, sondern einfach einen sicheren Halt. Im Alltag ist der Schuh deshalb angenehm unkompliziert: anziehen, einlaufen, Kilometer sammeln. Er fühlt sich eher wie ein ernsthafter Trainingspartner als wie ein Lifestyle-Sneaker mit Laufoptik an. Und genau das ist für viele Läufer ein Pluspunkt.

Preislich liegt er im oberen Segment; auf der deutschen On-Seite war er zuletzt als Letzte-Chance-Artikel mit 130 Euro statt 190 Euro gelistet. Das ist relevant, weil die Kaufentscheidung bei einem Modell dieser Klasse nicht nur vom Laufgefühl abhängt, sondern auch davon, ob die Alternative im gleichen Preisbereich sinnvoller ist. Genau deshalb vergleiche ich ihn jetzt mit den naheliegenden On-Modellen.

Wie er sich gegen die naheliegenden Alternativen schlägt

Wenn ich zwischen den aktuellen On-Schuhen wählen muss, schaue ich zuerst auf den Einsatzzweck. Dann wird schnell klar, ob man mehr Komfort, mehr Tempo oder mehr Grip bezahlt. Der Cloudmonster 2 sitzt ziemlich klar auf der Komfortseite, bleibt dabei aber dynamischer als viele andere Max-Cushioning-Schuhe.

Modell Stärke Wofür ich es wählen würde Grenze
Cloudmonster 2 Maximale Dämpfung mit gutem Vortrieb Lange Straßenläufe, tägliche Kilometer, komfortorientiertes Training Kein Trailprofil, nicht besonders leicht
Cloudmonster Hyper Leichter und sportlicher Wenn du die Monster-Idee willst, aber mehr Performance suchst Teurer und spezieller im Einsatz
Cloudsurfer 2 Geschmeidiger und etwas ruhiger im Abrollen Für entspannte Alltagsläufe und weiches Gleiten Weniger markantes Vorwärtsgefühl
Cloudvista 2 Mehr Offroad-Tauglichkeit Schotter, Waldwege und gemischtes Terrain Für reinen Asphalt nicht die erste Wahl

Für Trailrunning ist vor allem die letzte Zeile wichtig: Sobald Grip, Seitenhalt und ein robustes Profil wichtiger werden als maximale Dämpfung auf Straße, kippt die Entscheidung klar Richtung Trailmodell. Genau deshalb würde ich den Cloudmonster 2 nicht als Allrounder für alles verkaufen, sondern als sehr guten Spezialisten für Straße und befestigte Wege. Und damit sind wir bei den Punkten, an denen er glänzt und bei denen er bewusst Grenzen setzt.

Wo er stark ist und wo ich Grenzen sehe

Im täglichen Gebrauch sehe ich vier klare Stärken:

  • Langstrecke: Der Schuh unterstützt ruhige und lange Läufe, ohne dass die Dämpfung beliebig wirkt.
  • Vortrieb: Die Rocker-Geometrie und das Speedboard machen den Abdruck spürbar lebendiger.
  • Komfort unter Belastung: Wenn die Beine müde werden, bleibt der Schuh angenehm kontrolliert.
  • Vielseitigkeit auf Straße: Für lockere Dauerläufe, Steigerungen und steady efforts ist er breit einsetzbar.

Die Grenzen sind aber genauso klar. Auf technischen Trails fehlt ihm das Profil, auf nassem Waldboden die Sicherheit und bei sehr schnellen Einheiten bleibt er trotz Vortrieb kein Leichtgewicht. Ich würde ihn außerdem nicht für Läufer empfehlen, die ein extrem weiches, fast matschiges Dämpfungsgefühl suchen. Dieser Schuh ist eher straff-komfortabel als weich-komfortabel. Das ist kein Nachteil, aber es ist ein Unterschied, den man beim Probieren sofort spüren sollte.

Wenn du genau weißt, dass du viel auf Asphalt läufst und einen Schuh willst, der lange Distanzen mit etwas Schwung erträglicher macht, ist das Modell stark. Falls du hingegen häufig zwischen Straße, Schotter und Trail wechselst, solltest du das Geld lieber in ein passenderes Terrain-Konzept investieren.

Worauf ich vor dem Kauf noch einmal achten würde

Ich würde den Schuh nur dann kaufen, wenn drei Dinge zusammenpassen: erstens die Größe nach der offiziellen Empfehlung, zweitens dein typisches Terrain und drittens dein Wunsch nach Komfort mit etwas Dynamik. Das klingt banal, spart aber genau bei solchen Modellen Fehlkäufe, weil der Schuh in der Theorie fast jedem gefallen kann, in der Praxis aber am besten zu einem recht klaren Laufprofil passt.

Wenn du die neueste Generation der Serie suchst, kannst du dir zusätzlich den Cloudmonster 3 anschauen, der die Reihe in Richtung noch reaktionsfreudigeres Laufgefühl weiterführt. Wenn du dagegen das Preis-Leistungs-Verhältnis im Blick hast, ist der 2er gerade dann interessant, wenn du ihn günstiger bekommst und ohnehin einen robusten Trainingsschuh suchst. Für Läufer, die Komfort auf der Straße priorisieren, bleibt er eine sehr stimmige Wahl.

Unterm Strich ist das ein Schuh für Läufer, die viel Dämpfung mit klar spürbarem Vortrieb wollen und dabei nicht auf eine neutrale, straßenorientierte Konstruktion verzichten müssen. Für genau dieses Profil macht er vieles richtig. Für technische Trails oder ultraleichte Renneinheiten würde ich ihn nicht nehmen, aber genau diese Ehrlichkeit macht die Entscheidung am Ende einfacher.

Häufig gestellte Fragen

Der Cloudmonster 2 ist ideal für Läufer, die maximale Dämpfung auf Asphalt suchen, lange Distanzen laufen und einen Schuh mit spürbarem Vortrieb für komfortorientiertes Training bevorzugen. Er ist kein Trail-Schuh.

Der Cloudmonster 2 bietet eine überarbeitete Passform, größere CloudTec-Elemente und ein optimiertes Speedboard für noch mehr Vortrieb. On empfiehlt, eine halbe Größe kleiner zu wählen als beim Vorgängermodell.

Obwohl der Cloudmonster 2 einen guten Vortrieb bietet, ist er mit rund 300g pro Schuh eher im Komfortsegment angesiedelt. Für sehr schnelle Einheiten oder Wettkämpfe gibt es leichtere und spezialisiertere Modelle.

Für mehr Performance bietet sich der Cloudmonster Hyper an, für weicheres Abrollen der Cloudsurfer 2. Wer auch auf Trails unterwegs ist, sollte den Cloudvista 2 in Betracht ziehen. Der Cloudmonster 2 ist ein Spezialist für die Straße.

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Alois Krebs

Alois Krebs

Ich bin Alois Krebs und beschäftige mich seit über einem Jahrzehnt intensiv mit Trailrunning, Bergsport und Outdoor-Abenteuern. In dieser Zeit habe ich zahlreiche Artikel verfasst, die sich mit den neuesten Trends, Techniken und Ausrüstungen in diesen Bereichen befassen. Mein Ziel ist es, komplexe Informationen verständlich zu präsentieren und dabei stets eine objektive Analyse zu gewährleisten. Als erfahrener Content Creator lege ich großen Wert auf die Qualität und Aktualität der Informationen, die ich teile. Ich strebe danach, meinen Lesern präzise und vertrauenswürdige Inhalte zu bieten, die ihnen helfen, ihre Leidenschaft für das Trailrunning und die Natur zu vertiefen. Durch meine umfassenden Recherchen und persönlichen Erfahrungen möchte ich eine wertvolle Ressource für alle Outdoor-Enthusiasten schaffen.

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